Boogie Nights

Regie: Paul Thomas Anderson |
USA | 1997 | 149 Min.
Boogie Nights

Über den Film

Studierende haben freien Eintritt!
Andersons zweitem Spielfilm ging ein kürzeres Werk voraus: Gerade 18-jährig hatte er auf Video THE DIRK DIGGLER STORY gedreht, eine halbstündige satirische Pseudo-Doku über Aufstieg und Niedergang eines Porno-Darstellers mit Rockstar-Habitus und Drogenneigungen, angelehnt an den gefallenen Branchenstar John Holmes, der damals, 1988, an Aids verstorben war.

Den Spielfilm BOOGIE NIGHTS erweiterte er neun Jahre später zu einem Gruppenporträt über die fragile Goldgräberstimmung der Zeit nach der Liberalisierung, mit dem Jahr 1980 und dem Umstieg auf die prosaischere Videoproduktion als Wendepunkt. Anderson hatte viel Milieukenntnis, wuchs er doch im San Fernando Valley in unmittelbarer Nachbarschaft der Bungalows, Swimming Pools und Hinterzimmerfirmen auf, die „The Golden Age of Porn“ bestimmten. Wohl auch aus Ambivalenz heraus verzichtete er auf einen realistischen Erzählansatz und entschied sich für eine postmodern kabarettistische Nummernrevue mit melancholischen Passagen – bei großer Sorgfalt bei der Kamera und dem Verflechten von Erzähllinien.

Mit dem Tonfall eines lebensbejahenden Anti-Puritanismus traf Anderson den Zeitgeist der Clinton-Jahre und landete einen kommerziellen Volltreffer: Mark Wahlberg, Julianne Moore und Heather Graham wurden zu Kinostars, auch Don Cheadle, John C. Reilly und William H. Macy erhielten Glanzparts, und Burt Reynolds schaffte ein unerwartetes Comeback. (Text: H.C. Leitich)

In Kooperation mit dem AStA der Uni Oldenburg.

Englisch mit dt. UT

Paul Thomas Anderson

FSK 16

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Laufzeit: seit dem 28. Juni 2022

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