Filmreihe zum Erinnerungsgang
Neue Impulse für die Erinnerung: Der Arbeitskreis Erinnerungsgang organisiert seit 1981 Veranstaltung, um an das Schicksal der 1938 aus Oldenburg deportierten Jüd*innen zu erinnern. Mit dem Erinnerungsgang setzen die Oldenburger*innen ein Zeichen des Gedenkens, indem sie am 10. November die Route nachlaufen, auf der 1938 jüdische Oldenburger*innen durch die Stadt getrieben wurden. Diese Route führte von der damaligen Polizeikaserne (heutige Landesbibliothek am Pferdemarkt) durch die Innenstadt zum Gefängnis, von wo aus sie ins Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert wurden. Seit 2005 übernimmt jährlich eine Oldenburger Schule die Schirmherrschaft des Erinnerungsgangs und unterstützt den Arbeitskreis bei der Organisation. An den Schulen setzen sich die Schüler*innen mit lokalen Bezügen des Naziregimes in Oldenburg auseinander und es finden viele Workshops und Projekte zu den Themen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Menschenrechte statt. Dieses Jahr übernimmt das Herbartgymnasium (HGO) die Gestaltung des Erinnerungsgangs.
Begleitend gibt es eine Filmreihe zum Erinnerungsgang (öffentlich), die im Cine k zu sehen ist; ebenso ist ein Schulprogramm individuell buchbar (nicht öffentlich).
Programm für Schulklassen
Vom 01.11.2023 – 22.12.2024 können Schulklassen aus dem Schulklassenprogramm zum Erinnerungsgang Filme wählen.
Mehr Infos zum Schulklassenprogramm (nach Jahrgangstufen) sowie Hinweise zu Begleitmaterial könnt ihr per Mail anfragen unter filmvermittlung@cine-k.de.
Dort könnt ihr euch ebenso jederzeit zum Schulkino anmelden.
Filme
Dokumentarfilm über sieben jüdische Schwimmerinnen, die in den 1930er-Jahren zur Weltspitze zählten und zahlreiche Siege errangen. Sechzig Jahre später kehren sie gemeinsam für eine Woche nach Wien zurück, um den Spuren ihrer Jugend, ihrer Erinnerungen und ihrer Zusammengehörigkeit zu folgen.
Der Film erzählt die schier unglaubliche Geschichte einer Musik, die über siebzig Jahre lang als für immer verloren galt und nähert sich dem tragischen Schicksal der jüdischen Künstler*innen, die mit dieser Musik ein Vermächtnis hinterlassen haben, das bis heute nicht an Aktualität und Brisanz verloren hat.
Dokumentation über Marthe Hoffnung - eine französischen Jüdin aus Metz, die im Krieg ihren Verlobten und ihre Schwester verlor und 1945 entschied, als Spionin für die Alliierten in Nazi-Deutschland ihr Leben aufs Spiel zu setzen und für das Ende des Krieges zu kämpfen.
Mit Einfallsreichtum, Charme und einer gehörigen Portion Chuzpe schlägt sich Cioma durchs Leben und lässt sich weder seine Lebensfreude nehmen noch von irgendjemanden einschüchtern – schon gar nicht von den Nazis! Sein Talent – das perfekte Fälschen von Pässen – hilft zwar zahlreichen Menschen bei der Flucht, bringt ihn selbst jedoch zunehmend in Gefahr.
Mit Einführung! Im Zuge seiner Arbeit an "Shoah" in den 70er Jahren hat Claude Lanzmann ein langes und beeindruckendes Gespräch mit dem Wiener Rabbiner Benjamin Murmelstein (1905-1989) geführt., dem dritten und letzten Vorsitzenden des Judenrates von Theresienstadt.
Verfilmung der Autobiografie „Ein nasser Hund ist besser als ein trockener Jude“ von Arye Sharuz Shalicar (u.a. NWZ-Kolumnist), der seine schwierige Jugend auf der Suche nach Zugehörigkeit zeigt