»The Red House – Das Rote Haus« wird ab dem 18. Februar bis zum 31. März in unserem virtuellen Kinosaal Cine 3 gezeigt.
Eine Jahres- oder Monatskarte für das Cine 3 könnt ihr hier erwerben und erhaltet somit Zugriff auf alle Filme für den jeweilgen Zeitraum.

Am Sonntag, 21. Februar um 18:00 Uhr findet in Kooperation mit dem Zeise Kino Hamburg ein Zoom-Gespräch mit dem Co-Regisseur Peter Bardehle und dem Protagonisten Robert Peroni statt. Den Link zum Zoom-Gespräch finden Interessierte am Sonntag direkt in der Filmbeschreibung auf der Cine 3 Plattform.

Deutschland | Italien 2021, 81 Min.
Regie: Francesco Catarinolo und Peter Bardehle

In THE RED HOUSE – DAS ROTE HAUS will Robert Peroni in Ostgrönland (Kalaallit Nunaat) für die Einwohner:innen, die unter den Folgen der dänischen Kolonisation leiden, neue Perspektiven schaffen. Als Vorbild dient ihm dabei der sanfte Tourismus, den er aus seiner Heimat Südtirol kennt. Robert Peroni war in den 1980er Jahren als Extremsportler bekannt. So überquerte Peroni als erster zu Fuß den Eispanzer Grönlands an seiner breitesten Stelle. Bei dem Weltrekord, den er bis heute hält, verliebte er sich so sehr in das Land und seine Menschen, dass er beschloss, seinen Lebensmittelpunkt nach Ostgrönland zu verlegen. In Tasiilaq, mit 2000 Einwohner:innen größte Siedlung Ostgrönlands, gründete er das Projekt THE RED HOUSE- DAS ROTE HAUS.

Bis in die 1950er Jahre war Grönland eine dänische Kolonie. Die Dänen siedelten die einheimischen Kalaalit und Ivi, die eigentlich als Halbnomad:innen lebten, in feste Häuser und Dörfer um. Ihren Lebensunterhalt bestritten sie mit der Jagd von Wildtieren. Seit Felle und Fleisch der Wildtiere nicht mehr gehandelt werden dürfen, haben sie ihre Existenzgrundlage verloren. Heute sind sie von der Sozialhilfe aus Dänemark abhängig. Die Kolonialisierung hat brüchige Biografien und zahlreiche psychische Probleme für die Einwohner:innen Ostgrönlands mit sich gebracht: Die Suizidrate ist sehr hoch, Alkoholsucht und Gewalt sind keine Seltenheit.

Robert Peroni will mit Hilfe eines sanften Tourismus eine Zukunft bieten. Das RED HOUSE, sein Gästehaus in Tasiilaq, ist sein Versuch. Das Rote Haus wird dabei mehr als eine bloße Unterkunft für Tourist:innen, sondern auch ein Ort für Einwohner:innen, an dem sie arbeiten, sich treffen und austauschen. Vor allem junge Menschen kommen ins Rote Haus, wenn sie nicht weiterwissen, darunter die 17jährige Laila, die als Kind mißbraucht wurde und die 25jährige Illanguaq, eine von vier Transfrauen in Tasiilaq. Beide unterstützt Robert auf ihrem Weg.

Trailer zu »The Red House«

Pressebilder zu »The Red House«

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