Samstag, 30. November 2019

No Box for Me. An Intersex Story

Wir freuen uns über Lucie Veith vom Verband Intersexueller Menschen als Gast zum Publikumsgespräch.

Schweiz | Frankreich 2018, 58 Min.
Regie: Floriane Devigne

Geschätzt etwa jeder 50. Mensch wird mit Körpermerkmalen geboren, die eine eindeutige Zuordnung in die Kategorien weiblich oder männlich nicht zulassen. Anstatt diese Tatsache breit zugänglich zu machen, wird Intersexualität tabuisiert. Für viele zwischengeschlechtliche Kinder beginnt damit im frühesten Alter ein Marathon an medizinisch nicht notwendigen Operationen. Ihre Familiensysteme werden zum Schweigen angehalten, angeblich um zum Wohle aller eine Identifizierung mit dem zugewiesenen Geschlecht zu bestärken.

Der Film der Schweizer Filmemacherin begleitet M. (27 Jahre) dabei, wie M. über eine Annonce im Internet Deborah (25 Jahre) kennenlernt und sich zum ersten Mal mit einer weiteren intersexuellen Person austauschen kann. Deborah sucht zur Dissertation an der Universität Lausanne nach Geschichten über Intersexualität aus erster Hand. Zwischen beiden entsteht ein Kontakt, der ihr Leben radikal verändern wird.

Ein aufrüttelndes filmisches Plädoyer gegen Menschenrechtsverletzungen zur Verteidigung binärer Geschlechtskonzepte.

Lucie Veith ist Inter*-Aktivistin, Menschenrechtlerin, Netzwerkkoordinierende für Inter*fragen im Queeren Netzwerk Niedersachsen und arbeitet für den Niedersächsischen Landesverband Intersexuelle Menschen e.V. Der Verein wurde 2018 für sein ehrenamtliches Engagement mit dem Engagement Preis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet. Lucie Veith wurde außerdem 2017 von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes mit dem nationalen Preis für ihr Engagement gegen Diskriminierung ausgezeichnet.

Wir zeigen den Film mit deutschen Untertiteln

Trailer zu »No Box for Me. A Intersex Story«

Pressebilder zu »No Box for Me. A Intersex Story«

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