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Dienstag, 12. Februar 2019

Die Chinesin (La chinoise)

Frankreich 1967, 100 Min.
Regie: Jean-Luc Godard

In Jean-Luc Godards Filmexperiment über die 68er-Generation schließen sich fünf junge Menschen zu einer Kommune zusammen: der Schauspieler Guillaume, die Philosophie-Studentin Véronique, der Maler Kirilov, die Gelegenheitsprostituierte Yvonne und der Naturwissenschaftler Henri. Unterbrochen von Zwischentexten, Standfotos und Comic- Strips debattieren sie über Marx, Mao, Vietnam und den Sozialismus im Allgemeinen. Aus der politischen Theorie wird schließlich Ernst, als die Gruppe ein Attentat plant.

Während der Dreharbeiten zu La Chinoise rückte Godard nach und nach von der Idee eines klassischen Spielfilms zugunsten eines gesellschaftlich engagierten Filmessays ab, der traditionelle Formen infrage stellt. Sein „Film im Werden“ verwendet Verfremdungseffekte wie die Zerstückelung der Handlung, die Sichtbarkeit der Arbeit des Filmteams, Improvisation und das offene Zeigen schauspielerischen Agierens. Es könnte diskutiert werden, ob es dem im Geiste der Kulturrevolution stehenden Film gelingt, den „verschwommenen Gedanken klare Bilder entgegenzustellen“, bzw. woran diese bekundete Absicht womöglich scheitert.

Pressebilder zu »Die Chinesin (La chinoise)«

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