Donnerstag, 19. März 2015

Die Geschichte der Auma Obama

Kenia 2011, 77 Minuten
Regie: Branwen Okpako

Die Auseinandersetzung mit Kolonialismus und seinen Folgen sowie dem eigenen Blick auf ehemals kolonialisierte Länder, wird in der weißen Kultur meist vermieden. V.a. über den afrikanischen Kontinent wird wenn, häufig aus einer Perspektive von „Hilfe und sog. Entwicklung“ gesprochen.

In dem Film „Die Geschichte der Auma Obama“ steht eine Frau im Fokus, deren Leben und Handeln uns mit verschiedenen Facetten von Kolonialialsmus in Afrika und seinen Folgen konfrontiert.

Aufgewachsen in Kenia, studierte Auma Obama in Deutschland Germanistik und Film und promovierte hier. Seither engagiert sich Auma Obama für sozial benachteiligte Jugendliche, insbesondere Mädchen in Kenia und gründete die Stiftung Sauti Kuu (Starke Stimmen). Thematisch beschäftigt sie sich – auch als freie Journalistin – mit Afrika und dem Afrika-Bild der Deutschen.

Auch wenn der Film vor dem Hintergrund der Präsidentschaftswahl von Barack Obama, ihrem jüngeren Halbbruder entstand und die gemeinsame Familiengeschichte reflektiert, stellt die Regisseurin Branwen Okpako mit der Biografie über Auma Obama eine feministische, historische und postkoloniale, afrikanische Perspektive in den Vordergrund.

Im Anschluss an den Film gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Wir freuen uns mit Ihnen/Euch ins Gespräch zu kommen. (Autonome Feministinnen aus dem Alhambra/Tantifa).

Die Regisseurin Branwen Okpako über ihren Film:

„Meine Filme haben sich immer mit Fragen der Identität beschäftigt und damit auseinandergesetzt, wie sich soziale und politische Strukturen auf das einzelne Leben auswirken. Auma Obama und ich waren zusammen auf der Filmschule in Berlin. Zu dieser Zeit, Anfang der Neunziger Jahre, haben wir viel über unsere Visionen geredet, und darüber, inwieweit wir mit unseren filmischen Arbeiten Einfluss nehmen können auf die Gesellschaft, vor allem in Bezug auf unsere Darstellung als Afrikanische Frauen im Film. Auma hatte mich und andere in ihrem Umfeld schon damals durch ihre wortgewandte und magnetische Persönlichkeit beeindruckt.“ (www.africavenir.org)

Pressebilder zu »Die Geschichte der Auma Obama«

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