Deutsche Missions- und Kolonialpädagogik in Togo
Über den Film
Vortrag und Gespräch: Deutsche Missions- und Kolonialpädagogik in Togo und ihr Einfluss auf die einheimischen Erziehungspraktiken und sozialen Verhältnisse
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich in Togo mit der Gründung der ersten Schule und der Eroberung der Region durch Deutschland ein Missions- und Kolonialschulsystem. In einem Vortrag sollen die Folgen der deutschen Missions- und Kolonialpädagogik für die einheimischen Erziehungspraktiken und sozialen Verhältnisse beleuchtet werden. Das um 1850 entstehende Netz von Missionsschulen diente seinerzeit fast ausschließlich den Interessen der Kolonisation und teilte die einheimische Gesellschaft. Während eingeschulte Einheimische von neuen Arbeitsmöglichkeiten und somit einem höheren Status in der Kolonialgesellschaft profitierten, mussten sich nichtgebildete mit ihren traditionellen Rollen und Aktivitäten zufriedengeben – und diese komplexe Situation besteht bis heute fort.
Zu Gast ist Prof. Dr. Sena Yawo Akakpo-Numado, der seit 2006 als Dozent am Nationalen Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Lomé tätig ist. Seit 2016 leitet er die Technische Arbeitsstelle bei den Bildungsministerien in Togo zur Durchführung des Bildungsplans und zusätzlich seit 2019 das Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Lomé. Als Spezialist für vergleichende Erziehungswissenschaft befasst er sich mit Bildungspolitiken und der Entwicklung von Bildungssystemen in Entwicklungsländern, die mit einer sehr hohen Nachfrage nach Bildung, knappen finanziellen Ressourcen und einem hochdynamischen und zunehmend herausfordernden globalen Umfeld konfrontiert sind.
Die Reihe des Arbeitskreises Koloniale Kontinuitäten wird u.a. organisiert von der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, dem Cine k, der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und dem Landesmuseum Natur und Mensch.
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Laufzeit: seit dem 18. Februar 2026
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