Solo Sunny
Über den Film
Is ohne Frühstück!“ „Und ist auch ohne Diskussion“, erklärt Sunny (Renate Krößner) zu Filmbeginn ihrem Liebhaber der letzten Nacht.
Sunny lebt im bröckelnden Prenzlauer Berg. Als Schlagersängerin schick aufgemacht, tingelt sie mit einer Band durch Lokale und Kulturhäuser der DDR. Sie träumt von einer Solo-Karriere, doch die Wirklichkeit bleibt unglamourös. Die Nachbarn stören sich an ihrem Lebenswandel; die Männer können ihre Ansprüche nicht erfüllen; das Publikum reagiert borniert und die Band wirft sie schließlich raus. Aber Sunny gibt nicht auf …
Renate Krößner erhielt für ihre Rolle 1980 einen Silbernen Bären der Berlinale. Die Sunny war nicht nur für eine Generation von Frauen stilprägend. Mit toller Musik und prägnanten Dialogen war sie bis zu ihrem Tod im Kino erfolgreich.
In Solo Sunny trifft ein individueller Glücksanspruch auf eine verhärtete Gesellschaft. Der letzte Film von Konrad Wolf (1925–1982) war sein größter Publikumserfolg. In Ost- und Westdeutschland wurde er gleichermaßen verstanden. Denn, so Wolf, er „wendet sich gegen die schleichende Unmenschlichkeit im Alltag“. Solo Sunny entstand in Co-Regie mit dem für seine Berlin-Filme berühmten Autor Wolfgang Kohlhaase.
Im Nachgespräch Kameramann Eberhard Geick.
„Berlin blieb … Kohlhaases großes Thema. Bis heute. Das Erstaunliche ist, wie zeitlos seine Kiez-Dramen in ihren Dialogen wirken - und wie sehr sie doch stets objektives Dokument jener Zeit sind, in der sie entstanden. … Nie wurde die poetische Tristesse der Mauerstadt pointierter in Szene gesetzt als in dem Musikerdrama ‚Solo Sunny‘“
Spiegel
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Laufzeit: seit dem 29. März 2026
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