Schatten der Engel

Regie: Daniel Schmid |
Deutschland | 1976 | 101 Min.
Schatten der Engel

Über den Film

Ein Immobilienspekulant, der sich selbst nur "reicher Jude" nennt, schlägt Kapital aus dem Filz zwischen korrupten Behörden und Bauspekulanten. Er trifft sich regelmäßig mit der Prostituierten Lily, Tochter eines alten Nazis, den er für schuldig am Tod seiner Eltern hält.

Der Film basiert auf dem viel debattierten Theaterstück “Der Müll, die Stadt und der Tod” von Rainer Werner Fassbinder, der in der Verfilmung auch mitspielt. Gegen die Aufführung des Theaterstücks gab es schnell Proteste, weil die Darstellung der Figur des “reichen Juden” eindeutig auf einem antisemitischen Zerrbild basiert. Im Kontext des “Frankfurter Häuserkampfes” entstanden, stellt Fassbinder eine kalte, inhumane Gesellschaft dar – und benennt den finsteren Immobilienspekulanten auch noch als Jude. Fassbinders Verteidigung, den Antisemitismus gerade darzustellen und damit zum Thema zu machen, überzeugte die jüdische Gemeinde in Frankfurt nicht. Als das Stück dort schließlich 1985 uraufgeführt werden sollte, besetzten Mitglieder der Gemeinde die Bühne.

Nach der Vorführung wird im Foyer des Cine k eine Diskussion über den Film stattfinden, dabei wird es nicht zuletzt um dessen antisemitischen Gehalt gehen.

Deutsch

Daniel Schmid

FSK 18

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Laufzeit: seit dem 26. April 2022

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