No!

Regie: Pablo Larraín |
Chile | 2012 | 113 Min.
No!

Über den Film

In dem Spielfilm „No“ widmet sich der chilenische Regisseur Pablo Larraín dem Ende der Diktatur Augusto Pinochets, der sich aufgrund internationalen Drucks einem Referendum über die Verlängerung seiner Amtszeit stellen musste. Mit Rückgriff auf Originalaufnahmen wird die Kampagne der Gegner Pinochets begleitet, die in bedrohlicher Situation die Möglichkeit haben, täglich 15 Minuten Werbezeit im Staatsfernsehn zu gestalten, um die chilenische Bevölkerung zur Wahl gegen die Diktatur zu überzeugen.

Während die ästhetische Integration der Originalaufnahmen die Differenz zwischen einem Dokumentar- und einem Spielfilm uneindeutig macht, wird auf der Ebene des Inhalts die Grenze von politischem Wahlkampf und Werbung zum Gegenstand. Um erfolgreich zu sein, wird ein Werbefachmann engagiert, der die Werbezeit nach ganz anderen Maßstäben gestalten möchte, als es vielen der Oppositionellen lieb ist. Zu fragen bleibt, ob der Film in seiner Darstellung der zunehmenden Nivellierung von politischem Kampf und Werbeästhetik über die konkrete Situation des chilenischen Referendums von 1988 hinausweist und darin etwas Allgemeines der gesellschaftlichen Wirklichkeit trifft. Darüber und weiteres ließe sich nach dem Film diskutieren.

Deutsch

Pablo Larraín

FSK 6

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Verfügbar vom 30. Dezember 2021 bis 30. März 2022

So, 30. Jan um 11:30 Uhr

Schattenstunde mit Regiebesuch

Schattenstunde erzählt die letzten Lebensstunden des evangelischen Schriftstellers und Liederautors Jochen Klepper, der von den Nationalsozialisten gemeinsam mit seiner jüdischen Frau, die in einer sogenannten Mischehe lebten, und deren Tochter in den Suizid getrieben wurde. Der Film basiert auf den Tagebucheinträgen von Klepper, die posthum von seiner Schwester als Buch veröffentlicht wurden.

Wir freuen uns auf einen Regiebesuch und ein gemeinsames Gespräch.

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