Milisuthando

Regie: Milisuthando Bongela |
Südafrika, COL | 2023 | 128 Min.
Milisuthando

Über den Film

Der Film thematisiert vor allem die paradoxe Erfahrung, in einer von der Apartheid konstruierten und isolierten Welt aufzuwachsen, die zunächst als idyllisch wahrgenommen wurde. Bongela reflektiert darin kritisch die Auswirkungen einer von Kolonialismus und Rassismus geprägten Bildwelt, insbesondere auch durch die Verwendung von Archivmaterial, das teils zuvor unveröffentlicht war und zur Propaganda des Apartheid-Regimes gehörte.

Ein Kernansatz ihres Werkes ist die Dekolonisierung des Blicks: So fordert Bongela in ihrer Arbeit einen bewussten und reflektierten Umgang mit Archivmaterial, um nicht koloniale Sichtweisen zu reproduzieren, sondern produktiv zu stören.

Milisuthando gewann insbesondere wegen ihrer poetisch-assoziativen Form internationale Anerkennung. Der Film wurde als Ausdruck einer neuen, künstlerischen und kritischen Herangehensweise an die Geschichte Südafrikas beschrieben und wird von Bongela selbst als Teil eines Bantu-Kinos bezeichnet, das afrikanische Erzähltraditionen neu interpretiert.

Durch die Vermischung persönlicher und politischer Geschichte bietet Bongelas Film neue Zugänge zu Themen wie Identität, Erinnerung und der fortbestehenden Herausforderung des Rassismus.

Im Gespräch mit Colleen Blümel sollen die Filminhalte anschließend reflektiert und diskutiert werden.

Englisch mit engl. UT

Milisuthando Bongela

FSK keine Angabe

Tickets

Laufzeit: seit dem 12. März 2026

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