Über den Film
Als Janek Hania auf den Straßen des nächtlichen Warschaus davor rettet, von einem Auto überfahren zu werden, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern. Hanias Vater, ein Arzt, wurde aus fadenscheinigen Gründen entlassen. Er ist Jude und damit Opfer der antisemitischen Hetzkampagne, die im Zuge des Sechstagekrieges in fast allen Ostblock-Staaten gegen den „Zionismus“ und den „israelischen Imperialismus“ gefahren wird. Aus der Perspektive eines jungen Liebespaars erzählt Regisseur Krzysztof Lang, wie Überlebende von Shoah und Ghetto mit ihren Familien zur Emigration aus ihrem polnischen Heimatland gezwungen werden. Ein Film, der das Lebensgefühl junger Leute zwischen Partys, Jazz, Romantik und Aufbruchsstimmung schildert, das jedoch von der Willkür der Staatsmacht zerstört wird. Historische Archivaufnahmen von Warschau im Jahr 1968 ergänzen den Spielfilm, der ungeschönt ein dunkles Kapitel jüngerer polnischer Geschichte aufrollt
MARCH ‚68 ist ein Film, der in der heutigen Zeit nicht wichtiger sein könnte. Krzysztof Lang eröffnet dem Publikum einen Einblick in die polnische Geschichte aus der sich erschreckende Parallelen zu der Gegenwart in Europa ziehen lassen.
Süddeutsche Zeitung
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Laufzeit: seit dem 14. März 2024
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