Hakoah Lischot / Watermarks

Regie: Yaron Zilberman |
Israel, FR, USA | 2004 | 80 Min.
Hakoah Lischot / Watermarks

Über den Film

Hakoah Wien wurde als jüdischer Sportverein 1909 gegründet, zu einer Zeit, als in den meisten österreichischen Sportvereinen die Aufnahme jüdischer Sportler*innen verboten war. Hakoah - was auf Hebräisch Kraft bedeutet - wurde schnell zu einem der größten Sportverbände Europas und feierte in verschiedenen Sportarten beachtliche Erfolge. Besonders die Schwimmerinnen wurden in den 30er Jahren zum Aushängeschild des Sportvereins und triumphierten bei den nationalen Wettkämpfen in Österreich. Ihre Medaillen wurden ihnen aberkannt, als sie sich weigerten, Österreich 1936 bei den Olympischen Spielen in Berlin zu vertreten.

Nach dem sogenannten "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich 1938 wurde der Verein von den Nationalsozialisten aufgelöst. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gelang es den Schwimmerinnen durch einen von Hakoah organisierten Fluchtplan, das Land zu verlassen. 65 Jahre später suchte Filmemacher Yaron Zilberman die Mitglieder der Frauenschwimmmannschaft auf, die über die ganze Welt verteilt leben. Er organisierte ein Treffen in ihrer alten Schwimmhalle in Wien. Die Sportlerinnen, zur Zeit der Dreharbeiten alle um die 80 Jahre alte humorvolle Frauen, erzählen in dem Dokumentarfilm ihre Geschichte, die Geschichte junger Mädchen, die nicht nur davon träumten, die Besten zu sein.

Teil des Rahmenprogramms zur Wanderausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung. Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ vom 2. -31. August 2024 auf dem Bahnhofsvorplatz. In Kooperation mit dem Stadt Museum Oldenburg.

Deutsch

Yaron Zilberman

FSK keine Angabe

Tickets

Ab 06. August 2024 im Programm

Di. 06.8.

In Kooperation mit dem

31. Juli bis 31. August

Sommerkino

22 Filme unterm Sternenhimmel auf dem Kulturplatz hinter der Kulturetage.

Hier findet ihr das komplette Programm