Generation 1.5
Über den Film
Fast eine Million Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion immigrierten in den 1990er-Jahren nach Israel. Ein Schockerlebnis, gerade im Kindesalter. Aufgewachsen zwischen russischsprachigem Elternhaus und einer Gesellschaft, die mit den Neuankömmlingen fremdelte, beleuchten die Kinder von damals einen wichtigen Teil israelischer Einwanderungsgeschichte.
„Generation 1.5“ bezeichnet Personen, die in ihrer Kindheit migriert und deshalb zwischen zwei Ländern, Kulturen und Sprachen aufgewachsen sind. Heute gehören über 200.000 russischsprachige Israelis jener Generation 1.5 an, die im Laufe der 1990er-Jahre Aliyah machte und nach Israel kam. Gründe waren der grassierende Antisemitismus in den ehemaligen Sowjetrepubliken und die Hoffnung auf ein besseres Leben in Israel.
Mit der Zusammenstellung von privatem Foto-, Video- und Filmmaterial, historischen Fernsehaufnahmen und Interviews erzählt Roman Shumunov auch seine eigene Geschichte. Die Protagonist:innen seiner Dokumentation erzählen von Diskriminierungserfahrungen, über Statusverlust und Generationenkonflikte, den Kampf um Akzeptanz und Anerkennung, tragische Schicksalsschläge bis hin zum Verlust der eigenen Kultur und schließlich ihrer Wiederentdeckung.
Der Beitrag dieser Generation zur israelischen Gesellschaft gilt heute als Erfolgsgeschichte, doch der Weg dahin wurde ihr nicht leicht gemacht. Die verschiedenen Geschichten vermitteln ganz persönliche Blicke auf die universelle Erfahrung der Migration und beinhalten dabei zugleich individuelle wie auch typisch jüdische Erfahrungen.
Das hakOlnoa-Team lädt im Anschluss an den Film zum Nachgespräch, mit Alexandra Nozik, ein.
In Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg und mit freundlicher Unterstützung durch den Zentralrat der Juden in Deutschland.
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Laufzeit: seit dem 26. Juni 2025
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