Die rote Wüste

Regie: Michelangelo Antonioni |
Italien | 1964 | 120 Min.
Die rote Wüste

Über den Film

Nach einem Autounfall leidet die italienische Ingenieursfrau Giuliana (Monica Vitti) an extremen neurotischen Ängsten: Ihre Familie wird ihr fremd, sie fühlt sich von der industriellen Umwelt in ihrer Heimatstadt Ravenna bedroht und hat sogar apokalyptische Visionen. Die Affäre, die sie schließlich mit einem Arbeitskollegen (Richard Harris) ihres Mannes beginnt, stürzt sie in eine noch größere innere Leere bis zur Dissoziation.

Wohl kaum ein Film reizt die Symbolik von Farbe dermaßen aus wie Michelangelo Antonionis allererster Farbfilm. Hochgradig verrätselt und allegorisch versucht der Film, Ausdrucksformen für den subjektiven Verstörungszustand seiner Hauptprotagonistin zu finden. Neben der allgemeinen Entfremdung des Menschen von sich selbst, seinen Mitmenschen und seiner inneren wie äußeren Natur rückt Antonioni, der sich selbst als Marxist verstand, speziell die Psyche der bürgerlichen Ehefrau in den Mittelpunkt. Zu diskutieren wäre, ob der Film mit seiner verwirrenden Montagetechnik und komplexen Farbdramaturgie – Antonioni ließ sogar die Grashalme anmalen – selbst die Oberfläche zu durchbrechen vermag, die er den Verhältnissen und Personen attestiert.

Italienisch mit dt. UT

Michelangelo Antonioni

FSK 18

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Laufzeit: seit dem 21. November 2023

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31. Juli bis 31. August

Sommerkino

22 Filme unterm Sternenhimmel auf dem Kulturplatz hinter der Kulturetage.

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