Die 120 Tage von Sodom

Regie: Pier Paolo Pasolini |
Italien | 1975 | 120 Min.
Die 120 Tage von Sodom

Über den Film

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CN Sexualisierte Gewalt

Im faschistischen Marionettenstaat Salò begehen vier gesellschaftlich hochrangige Männer eine zuvor in einem Reglement gefasste Vergewaltigungsorgie an 18 jugendlichen Jungen und Mädchen. Unter der Maxime des höchsten Lustgewinns für die vier Herren lassen diese sich in ihrer Willkür zu immer grausameren Untaten gegenüber ihren Opfern hinreißen.

Der letzte von Pier Paolo Pasolini realisierte Film geriet wegen seiner expliziten Darstellung von Gewalt und sexueller Perversionen zum Skandal und landete rasch auf dem Index. Die Handlung ist von zahlreichen Anspielungen an die Verhältnisse des nationalsozialistisch kontrollierten Norditaliens im 2. Weltkrieg durchzogen. Sowohl Täter, Kollaborateure als auch die Opfer der faschistischen Herrschaft werden im Verhältnis der Jugendlichen zu ihren Peinigern beleuchtet. Die Inszenierung fängt jedoch beständig Motive in Bild und Ton ein, die den Schluss nahelegen, dass die

Romanadaption des Marquis de Sades über die explizit genannte Zeit hinaus eine Analyse der modernen Gesellschaft insgesamt zu sein beansprucht. Ob der Film an dem Versuch, der Gewalttätigkeit filmisch Ausdruck zu verleihen, scheitert und damit zu einem skandalösen Gewaltporno gerät, oder nicht genau dieser Umstand, der "unerträglichste aller Filme zu sein" (Haneke), sein Gelingen bedeutet, kann in der anschließenden Besprechung diskutiert werden.

Pier Paolo Pasolini

FSK 18

Alle Termine

Laufzeit: seit dem 31. August 2021

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