Zukunft des Kinos? Kino der Zukunft! - Teil 2

Das Cine k im Gespräch mit Katharina Franck, Johannes Litschel und Holger Tepe

Das Kino ist in der Krise und steht vor enormen Herausforderungen. Pandemie, Digitalisierung, Ökonomisierung, Krieg und Inflation haben einen enormen Einfluss auf das Freizeitverhalten.  Die Pandemie hat die Präsenz der Streamingdienste enorm vergrößert. Film ist mittlerweile auf allen Endgeräten omnipräsent und jederzeit verfügbar.

Hat sich der Kulturort Kino mittlerweile einfach überlebt?

Die Geschichte der Kinos ist auch eine Geschichte der Krisen und wie ihnen begegnet wurde. Anfang der 70er Jahre gründeten sich die ersten kommunalen Kinos, die der Kommerzialisierung und Banalisierung der Filme ein anderes Verständnis entgegensetzen. „Andere Filme – anders zeigen“ war das Motto. Kino sollte als Kulturort sichtbar werden, an dem kontroverse Filme, Filmkunst, Filmgeschichte eine Heimat finden. Andere Welten, (Sub)Kulturen, herausfordernde Ästhetik sollten auf der großen Leinwand gezeigt und mit dem Publikum diskutiert werden.

50 Jahre später ist dieser Anspruch noch immer aktuell.

Welche förderpolitischen Voraussetzungen sind nötig, um Kinos auch als gemeinnützige Orte, Räume der gelebten radikalen Demokratie und öffentlicher Teilhabe zu erhalten?

Wir haben im letzten Jahr die Diskussion um die Zukunft des Kinos angefangen und möchten sie in diesem Jahr vertiefen und fortsetzen.

Zu Gast haben wir Katharina Franck (Programmkuration der Cinémathèque Leipzig), Johannes Litschel (Co-Geschäftsführer des Bundesverbands kommunale Filmarbeit) und Holger Tepe (Geschäftsleiter beim CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V.)

Katharina Franck ist seit 2018 für Programmkuration und -koordination der Cinémathèque Leipzig verantwortlich. Zuvor war sie in verschiedenen Bereichen für mehr als ein Dutzend Filmfestivals unterschiedlicher Größe und Ausrichtung tätig (u.a. Filmfest Hamburg, Berlinale, Chicago International Film Festival) und arbeitete für Filmverleihe. Ihr Magisterstudium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft absolvierte sie in Wien und Madrid.

Holger Tepe, *1964, Geschäftsleiter beim CITY 46 / Kommunalkino Bremen e.V., dort zuständig für Programm und strategische Entwicklung. Mitglied des Aufsichtsrats der nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH und in der Versammlung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt sowie im Vorstand des Kinobüro Niedersachsen Bremen e.V.

Johannes Litschel ist Co-Geschäftsführer des Bundesverband kommunale Filmarbeit in Frankfurt/Main und dort zuständig für die Ressorts Kommunikation, Strategie und Fundraising. Zuvor war er seit Dezember 2021 übergangsweise für den Verband tätig. Er ist seit 2010 Kinomacher beim aka Filmclub e.V. in Freiburg. Daneben freier Film- und Kulturjournalist, hat Forstwissenschaften und Soziologie studiert und 2021 zur Kulturgeschichte der Waldes promoviert.

Datum & Uhrzeit

Do. 29.9.

Ab 18:00 Uhr

Preis

Freier Eintritt €

Veranstaltungsort

Muvi

Ticketbuchung

Gefördert von