3. Niedersächsische SchulKinoWochen

Im Rahmen der 3. Niedersächsischen SchulKinoWochen präsentiert das Cine untenstehende Filme. Termine für Filmvorführungen können von Gruppen gebucht werden!

Weitere Informationen zu den SchulKinoWochen und zu den Filmen finden Sie unter www.schulkinowochen-nds.de.


Montag, 19. bis Samstag, 24. März 2007

Das Lächeln der Tiefseefische

Deutschland 2005, 88 min
Regie: Till Endemann

Das Lächeln der Tiefseefische

Es ist Sommer im Seebad Ahlbeck, dem kleinen Urlaubsort kurz vor der polnischen Grenze auf der Ostseeinsel Usedom. Eine feine Sache für zahlreiche Touristen, trister Alltag jedoch für Malte, der dort mit seinem Vater Dietmar in einer heruntergekommenen Villa lebt.

Die Mutter ist vor Jahren gestorben, die Schwester in den Westen gezogen, der Vater trinkt, und die finanziellen Mittel sind knapp. Keine leichte Zeit für Malte, der in einer Woche volljährig wird, keine genaue Idee für sein weiteres Leben hat, jedoch ein großes Ziel für die unmittelbare Zukunft: Die Führerscheinprüfung machen und nichts wie weg!

Um Geld zu verdienen, arbeitet er in einem Fischimbiss und schmuggelt regelmäßig mit seinem Freund Pavel Zigaretten über die polnische Grenze. Im Gegensatz zu Malte ist Pavel ein Lebenskünstler, der immer gute Laune hat und am liebsten nach seiner polnischen Methode am Strand mit den Urlauberinnen flirtet. Er ist es auch, der Malte, der sich zeitweise lieber zurück zieht und sich seiner großen Leidenschaft, dem Sprayen von Graffitis widmet, energisch auf zwei Mädchen aufmerksam macht: Annika und Lisa. Die Schwestern machen mit ihrer Mutter Urlaub auf Usedom. Pavel sei Dank lernen sie sich schnell kennen.

Völlig unerwartet kehrt Maltes Schwester Hannah mit ihrem fünfjährigen Sohn Lukas nach Ahlbeck und in das gemeinsame Haus zurück. Sie findet schnell einen Job und bittet Malte, sich zeitweise um seinen kleinen Neffen zu kümmern. Als die Familie zur selben Zeit die Nachricht erhält, dass sie die baufällige Villa nicht werden halten können und diese geräumt werden soll, spitzt sich die Lage zu. Für Malte wird die Situation unerträglich. Kurzentschlossen packt er seine Sachen und zieht zu Pavel. Der kleine Lukas heftet sich jedoch immer wieder an seine Fersen und fordert die Aufmerksamkeit, die ihm zusteht. Er hat ein Faible für Tiefseefische, will alles über sie wissen und nach ihnen suchen, auch, als sich Malte in Annika verliebt und mit ihr Zeit verbringen will.

Viel passiert und doch läuft nichts nach Plan in dieser Woche, aber am Ende ist Malte volljährig, nichts ist mehr so, wie es mal war und er weiß, warum Tiefseefische lächeln …


Montag, 19. bis Samstag, 24. März 2007

Davids wundersame Welt

Großbritannien 2003, 105 min
Regie: Paul Morrison

Davids wundersame Welt

Der elfjährige David Wiseman ist ein leidenschaftlicher, leider aber völlig unbegabter Cricket-Spieler. Er besitzt zwar die komplette Ausrüstung, kann aber nicht mit ihr umgehen und macht sich damit an der Schule zum Gespött.

Als eine jamaikanische Familie nebenan einzieht und im Garten ein Cricket-Netz aufstellt, schwebt David im siebten Himmel. Dennis, der neue Nachbar, beherrscht das Spiel perfekt und nimmt sich den sportlichen Künsten des Jungen an. Und als sich sogar Davids Mutter, sonst eher zurückhaltend, von der Lebenslust der neuen Nachbarn anstecken lässt, entsteht eine zaghafte Freundschaft zwischen den beiden Familien.

Doch wir befinden uns im England der 60er Jahre, einer Zeit der Vorurteile gegenüber allem Fremden und Andersartigen. Und so machen die alteingesessenen Nachbarn den Neuankömmlingen schon bald das Leben schwer. Davids Familie steht dabei zwischen den Fronten und muss sich schweren Herzens entscheiden, ob sie mit dem Strom schwimmen oder für ihre neuen Freunde eintreten soll, die den gewohnten Alltag auf den Kopf gestellt haben. Und mittendrin David, der eigentlich schon genug damit zu tun hat, vom verspielten Kind zum jungen Mann zu reifen.

Willkommen bei »Davids wundersame Welt«, der warmherzigen Coming-of-Age-Story und zugleich wunderbar beobachteten Tragikomödie des Oscar®-nominierten Regisseurs und Drehbuchautors Paul Morrison, der hier auf beinahe zärtliche Art und Weise heikle Themen wie das Erwachsenwerden oder Ausländerfeindlichkeit behandelt, ohne dabei den moralischen Zeigefinger erheben zu müssen. In der Hauptrolle begeistert Newcomer Sam Smith (»Oliver«) als David Wiseman neben dem grandios aufspielenden US-Star Delroy Lindo (»Gottes Werk und Teufels Beitrag«) in der Rolle des Dennis. In den Nebenrollen überzeugen Emily Woof (»Ganz oder gar nicht«) als Davids Mutter Ruth und Stanley Townsend (»The Snapper«) als Vater Victor. Jonny Persey übernahm die Produktion, Nina Kellgren verantwortete die Bilder dieses mitreißenden Porträts einer wundersamen Freundschaft.


Montag, 19. bis Samstag, 24. März 2007

The Wind That Shakes the Barley

Großbritannien 2006, 124 min
Regie: Ken Loach

The Wind That Shakes the Barley

»The Wind That Shakes the Barley«, diesjähriger Gewinner der Goldenen Palme in Cannes, erzählt die Geschichte des jungen Damien (Cillian Murphy), der seine Arztkarriere aufgibt, um für die irische Unabhängigkeit zu kämpfen. Er schließt sich den Verbündeten seines Bruders Teddy (Pádraic Delaney) an, die nach dem irischen Oster-Aufstand 1916 und der international nicht anerkannten irischen Unabhängigkeit gegen die übermächtige britische Krone ins Feld ziehen. Bewaffnet und doch wehrlos, zahlreich und doch zu wenige, leidenschaftlich und doch verwundbar, bündeln sie ihre Kräfte und treiben ihre einzige Chance, den Guerilla-Krieg gegen die Weltmacht, bis ins Inferno.

Doch die Waffen, die gestern noch ihr Ziel trafen, sind am nächsten Tag schon verbraucht. Der zweifelhafte Friedensvertrag mit den Briten zerbricht nicht nur die Widerstandsbewegung, sondern sprengt auch die Brüder Damien und Teddy auseinander. Viel zu spät verstehen sie, dass der Gegner längst erkannt hat, wie er sich die individuellen Interessen der Aufständischen zu Nutze machen kann. Die radikale Konfrontation hat sich in innere und äußere Zerrissenheit aufgelöst – Damien und Teddy stehen sich im nun folgenden Bürgerkrieg als Todfeinde gegenüber, und nur die Liebe zu Sinead (Orla Fitzgerald) scheint für Damien nichts an Reinheit eingebüßt zu haben …

Einen bildgewaltigen Film voll emotionaler Intensität hat Ken Loach mit »The Wind That Shakes the Barley« geschaffen. Zwischen poetischer Verklärung und realistischer Härte zeigt er die menschlichen Dramen, die aus Widerstand und Umsturz entstehen können, in einer Zeit, in der Revolte und Unabhängigkeit nur scheinbar unmöglich sind.


Montag, 19. bis Samstag, 24. März 2007

Zwei kleine Helden

Schweden 2002, 90 min
Regie: Ulf Malmros

Zwei kleine Helden

Der 10-jährige Marcello hat es nicht leicht. Marcellos Vater möchte aus seinem Sohn einen Profifußballer machen. Doch Marcello trifft niemals das Tor. Marcellos Mutter wünscht sich, dass aus ihrem Kind ein Priester wird und steckt ihn vorsorglich schon einmal in den Kirchenchor. Doch Marcello kann nicht singen. Sein Traum ist es, hoch über die Dächer seiner Heimatstadt zu fliegen. Wäre da nur nicht seine Höhenangst.

Marcello ist ratlos und wendet sich an Jesus, und umgehend schickt der Himmel Hilfe: Fatima, eine neue, muslimische Mitschülerin. Mit ihr ändert sich alles. Fatima ist selbstbewusst und eine großartige Fußballerin. Aber auch Fatima hat Probleme, ihre älteren Brüder wollen ihr das Fußballspielen verbieten. Doch zusammen lassen sich die beiden kleinen Helden jetzt nicht mehr unterkriegen.

Mit viel Witz und Liebe zu seinen Helden inszenierte Ulf Malmros, der zu den viel versprechenden jungen Talente des schwedischen Films zählt, seinen dritten Spielfilm. »Zwei kleine Helden« konnte nicht nur zahlreiche Preise gewinnen, so u.a. den CHARLY-Preis der Kinderjury der Stuttgarter Kinderfilmtage 2003, den CIFEJ Award auf dem Internationalen Kinderfilmfest Montreal 2003 und den Kinderfilmpreis der Nordischen Filminstitute in Lübeck 2002, sondern war auch ein Riesenerfolg in Schweden.