Programm 19. bis 25. April 2007
← Woche vom 12. bis 18. April 2007
| Donnerstag, 19.04.2007, 20:30 Uhr | Bamako |
| Freitag, 20.04.2007, 20:30 Uhr | Bamako |
| Freitag, 20.04.2007, 22:45 Uhr | Die glorreichen Sieben |
| Samstag, 21.04.2007, 17:30 Uhr | Solange du da bist |
| Samstag, 21.04.2007, 20:30 Uhr | Bamako |
| Mittwoch, 25.04.2007, 20:30 Uhr | Adam & Steve |
Woche vom 26. April bis 2. Mai 2007 →
Afrika auf der Leinwand
Bamako
Mali 2006, 115 min
Regie: Abderrahmane Sissako
Melé ist Sängerin in einer Bar, ihr Mann arbeitslos. Sie teilen sich mit anderen Bewohnern den Hinterhof eine Hauses in Malis Hauptstadt Bamako, der zudem noch von Hühnern und Ziegen bevölkert wird, durch den Hochzeitsgesellschaften ziehen und wo regelmäßig der große Waschtag zelebriert wird. Und mitten in diesem bunten Kosmos des afrikanischen Alltagslebens findet eine Gerichtverhandlung statt, in der Vertreter der afrikanischen Zivilgesellschaft Klage erheben gegen die Aktivitäten des internationalen Währungsfond IWF und die Entwicklungspolitik der Weltbank, die mit ihren Projekten und Planungen das Land zugrunde richten. Doch während der Prozess spannungsgeladen mit Zeugenberichten und Plädoyers voranschreitet, geht das Leben im Hof munter seinen normalen Gang. Hier vermischen sich die Alltagsgeschäfte mit der sonst so gedämpften Sphäre der exklusiven Gerichtssäle der Hauptstadt. Und Hollywoodstar Danny Glover liefert sich in einer ironischen Einlage ein wildes Shoot-out im Stil des Italowesterns.
Auf brillante Weise zeigt Regisseur Abderrahmane Sissako im Kontrast von Gerichtsverhandlung und Alltagsleben, wie die nördliche Welt mit der südlichen umgeht. Erdrückt von Schulden und bemüht sich anzupassen, kämpft der afrikanische Kontinent ums Überleben. Immer dringlicher wird die Notwendigkeit, im Namen all derer zu sprechen, die nicht die Möglichkeit haben, sich Gehör zu verschaffen. Dieses weltweit beachtete afrikanische Kinoprojekt drehte der Regisseur im wesentlichen im Hof des Hauses seines Vaters, in dem er auch aufgewachsen ist.
Sissako macht deutlich, dass das geplünderte und geknebelte Afrika weniger ein Opfer seiner Armut als vielmehr seines Reichtums ist. Dabei gibt Sissako in seinem Film den Frauen als Zeugen, Ankläger oder einen breiten Raum, denn: »Die Rolle der Frauen ist für Afrika viel wichtiger, als die Rolle der Männer.«
Mehr Infos unter:
http://www.trigon-film.org/de/movies/Bamako/
- Mittwoch, 18.04.2007, 20:30 Uhr
- Donnerstag, 19.04.2007, 20:30 Uhr
- Freitag, 20.04.2007, 20:30 Uhr
- Samstag, 21.04.2007, 20:30 Uhr
Chips, Bier und Ballerei
Die glorreichen Sieben
USA 1960, 128 min
Regie: John Sturges
Jedes Jahr wird das mexikanische Dorf Ixcatlan Opfer von Banditen, die sich die Ernte als Beute nehmen. Um den Überfällen ein Ende zu bereiten, schicken die Bauern eine kleine Delegation über die Grenze in die USA, um Waffen zu kaufen und einige Männer als Verteidiger anzuwerben. Als Lohn winkt alles, was das Dorf bieten kann.
Der Revolvermann Chris nimmt das Angebot an und stellt sich eine Mannschaft zusammen, deren Motive ganz unterschiedlich sind. Vin kommt mit, weil er die Aufregung braucht. Chico hofft von den Profis zu lernen. Der elegante Lee muß für einige Zeit verschwinden. Harry vermutet in dem Dorf einen Goldschatz, den sich Chris sichern möchte. Britt liebt ungewöhnliche Herausforderungen. Nur der Halbindianer Bernardo macht bei dem Unternehmen aus Mitleid für die Bauern mit …
Nachdem am Ende des Films vier der sieben Revolverhelden umgekommen sind, sieht der Anführer der Sieben (Yul Brynner) ein: »Wir verlieren! – Wir verlieren immer!«
Der Film ist eine Adaption des Filmes »Die sieben Samurai« (»Shichinin no samurai«) (1954) von Akira Kurosawa. William Roberts übertrug die Geschichte in den Wilden Westen. Dank der behutsamen Inszenierung, einer gehörigen Portion Hollywood-Flair und einer Starbesetzung (Yul Brynner, Charles Bronson, Steve McQueen, Robert Vaughn, James Coburn, Brad Dexter, Horst Buchholz und Eli Wallach als Bösewicht) wurde der Film ein Riesenerfolg.
- Freitag, 20.04.2007, 22:45 Uhr
CineVision
Solange du da bist
USA 2005, 95 min
Regie: Mark Waters
David (Mark Ruffalo) braucht Tapetenwechsel. Und so zieht der vom Leben geplagte Architekt kurzerhand in ein möbliertes Apartment. Plötzlich taucht wie aus dem Nichts die junge, attraktive Elizabeth (Reese Witherspoon) auf. Genauso erschreckt wie David, drängt sie ihn, sofort ihr Apartment zu verlassen. Ihr Apartment? Doch ehe er sich rechtfertigen kann, ist sie wieder verschwunden.
Dafür kommt und geht sie die nächsten Tage – wann und wie sie will. Ist David verrückt oder sie ein Geist? Gemeinsam versuchen sie das Rätsel zu entschlüsseln. Je klarer sie sehen, desto stärker fühlen sie sich zueinander hingezogen. Allerdings müssen sie auch erkennen, dass ihre Liebe einen Gegner hat: die Zeit.
Dass Liebe einfach himmlisch ist, daran lässt Regisseur Mark Waters (»Girls Club – Vorsicht bissig!«) in seiner wunderbar romantischen Komödie keinerlei Zweifel aufkommen. Überzeugungsarbeit leisten: Reese Witherspoon (»Natürlich Blond«, »Sweet Home Alabama«) und Mark Ruffalo (»30 über Nacht«, »Collateral«).
»Eigentlich ist es ein Elend mit den romantischen Komödien, und die Gründe dafür liegen auf der Hand. Zwei Liebende müssen sich am Ende finden, so lautet das Gesetz, das wissen und erwarten die Zuschauer – aber davor muss es so aussehen, als wären die Hindernisse und Missverständnisse, die dem Glück im Wege stehen, einfach unüberwindlich. Wie das in ›Solange du da bist‹ geschieht, ist bestes Hollywoodhandwerk, da nutzt der Regisseur Mark Waters alle Gelegenheit, die sein Stoff bietet, und bricht doch nie die Regeln, nach denen sein Film funktioniert. In einem Genre, das sehr viel sentimentalen Stumpfsinn produziert, hat er ein smartes und gefühlvolles kleines Juwel geschaffen.« Neon
- Samstag, 21.04.2007, 17:30 Uhr
RollenWechsel
Erstaufführung
Adam & Steve
USA 2005, 99 min, OmU
Regie: Craig Chester
Ende der 80er Jahre trifft Adam im berüchtigten New Yorker Limelight-Club den Gogo-Tänzer Steve. Aber was ein heißer One-Night-Stand werden sollte, endet nach zuviel gestrecktem Kokain in einem peinlichen Desaster, das beide möglichst schnell vergessen wollen. Jahre später lernt Adam den sympathischen und attraktiven Arzt Steve kennen. Die beiden verlieben sich auf Anhieb ineinander, gehen gemeinsam zur schwulen Cowboytanzgruppe und stellen sich ihren Freunden und Eltern vor. Noch ahnen die beiden frisch Verliebten nichts von ihrer gemeinsamen Vergangenheit …
»Craig Chester hat sich für sein Regiedebüt von seinen Vorbildern Woody Allen und John Waters inspirieren lassen und schafft es, dem Genre der romantischen Komödie neuen Pep zu verleihen. Mit einem zum Schreien komischen Humor und seinen sympathischen und liebenswerten Charakteren entsteht so eine der witzigsten Komödien der letzten Jahre, die nebenbei noch mit Independent-Stars wie Parker Posey und Sally Kirkland in den Nebenrollen glänzt.« Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg
»Wunderbar charmante Großstadt-Liebeskomödie von den ›Latter Days‹-Produzenten.« Queer Movie Data Base
- Mittwoch, 25.04.2007, 20:30 Uhr
- Donnerstag, 26.04.2007, 20:30 Uhr
- Freitag, 27.04.2007, 20:30 Uhr
- Samstag, 28.04.2007, 20:30 Uhr