Programm 22. bis 28. März 2007
← Woche vom 15. bis 21. März 2007
| Donnerstag, 22.03.2007, 20:30 Uhr | Das Fräulein |
| Freitag, 23.03.2007, 20:30 Uhr | Das Fräulein |
| Freitag, 23.03.2007, 22:30 Uhr | Shaft |
| Samstag, 24.03.2007, 20:30 Uhr | Das Fräulein |
| Samstag, 24.03.2007, 22:30 Uhr | Shaft |
| Mittwoch, 28.03.2007, 20:30 Uhr | Reality Check/The Watermelon Woman |
Woche vom 29. März bis 4. April 2007 →
Europäische Entdeckungen
Das Fräulein
Schweiz 2006, 81 min, OmU
Regie: Andrea Štaka
In der Hoffnung auf ein neues und besseres Leben kam Ruža als junge Frau in die Schweiz. 25 Jahre später scheint sie am Ziel ihrer Wünsche: Sie besitzt eine Betriebskantine in Zürich, die sie diszipliniert zu finanziellem Erfolg geführt hat. Auch Mila arbeitet in der Kantine und spart für die Rückkehr in die Heimat.
Ruža legt großen Wert auf ein klar strukturiertes Leben, sowohl im Beruf wie auch ihrem Privatleben. Als die 22-jährige Ana auftaucht und in der Kantine anfängt zu arbeiten, verändert sich Ružas Leben. Sie fühlt sich in ihrer Routine von Anas Impulsivität und Direktheit gestört, gleichzeitig zieht die Lebensfreude der jungen Frau sie an. Zwischen den beiden Frauen entsteht eine Freundschaft: Ruža öffnet sich langsam, während Ana ein Geheimnis hat, dem sie sich selbst nicht stellen will.
»Das Fräulein« erzählt von drei eigenwilligen Frauen unterschiedlicher Generationen, die in Zürich leben und deren Lebenswege sich für einen kurzen Zeitraum kreuzen. Gemeinsam ist ihnen nur die alte Heimat: Die Serbin Ruža kommt aus Belgrad, die Bosnierin Ana aus Sarajevo und die Kroatin Mila aus einem kleinen Ort an der Adria. Es ist die Geschichte einer zaghaften Freundschaft, die Regisseurin Andrea Štaka mit starken Gefühlen und leisem Humor verbindet.
Gewinner des goldenen Leoparden in Locarno 2006!
- Mittwoch, 21.03.2007, 20:30 Uhr
- Donnerstag, 22.03.2007, 20:30 Uhr
- Freitag, 23.03.2007, 20:30 Uhr
- Samstag, 24.03.2007, 20:30 Uhr
Chips, Bier und Ballerei
Shaft
USA 1971, 97 min
Regie: Gordon Parks
Gordon Parks führte 1971 Regie bei dieser Kriminalgeschichte um John Shaft (Richard Roundtree), den afro-amerikanischen Privatdetektiv, der eine schwierige Beziehung zur Polizei, eine noch weitaus schwierigere Beziehung zur Unterwelt in Harlem sowie ein gesundes Sex-Leben pflegt.
Die Handlung dreht sich um Shafts Versuch, die entführte Tochter eines schwarzen Gangsters aus Harlem aufzuspüren. Die Qualität des Films liegt jedoch mehr in seiner Haltung, im kompromisslosen Spiel von Richard Roundtree und in der aufregenden Musik von Isaac Hayes, die mit einem Oscar prämiert wurde. Parks scheint zwar etwas für bestimmte Klischees des Genres übrig zu haben (zum Beispiel, dass der Held eine Frau vorfindet, die mit ihm reden will, wenn er sein heruntergekommenes Büro betritt), aber er und Roundtree machen diese Stereotypen zu ihren eigenen. Shaft fand mehrere Fortsetzungen und lebte als Serie im Fernsehen weiter. Aber keines der Imitate hatte die Wirkung des Originals.
Mit diesem Film wurde eine Legende geboren: Shaft! Stolz, stark, ultracool. In Harlem soll Detektiv John Shaft die entführte Tochter eines Gangsterbosses befreien, ohne Rücksicht auf Verluste. Er gerät zwischen die Fronten eines Mafiakrieges, aber Shaft ist mindestens genauso hart wie die Mafia, nur viel, viel cooler …
- Freitag, 23.03.2007, 22:30 Uhr
- Samstag, 24.03.2007, 22:30 Uhr
RollenWechsel
Reality Check/The Watermelon Woman
RollenWechsel präsentiert zwei lesbische Filme an einem Abend: »Frech, sexy und witzig!«
Reality Check
Deutschland 2004, 21 min
Regie: Lea Schmidbauer
»Jetzt reicht's!« denken sich die träumerische Polizeischülerin Nicole und die abgeklärte Theaterregisseurin Luzie, als sie sich nach einer Reihe von Missgeschicken mitten auf einem Acker im Nirgendwo treffen. Schnell funkt es zwischen den beiden gegensätzlichen Charakteren und es folgt eine knisternde Nacht in einer verlassenen Scheune …
»Reality Check« wurde als bester Kurzfilm auf dem Verzaubert-Filmfestival 2004 ausgezeichnet.
The Watermelon Woman
USA 1996, 80 min, OmU
Regie: Cheryl Dunye
Die flippige Cheryl will als Filmemacherinnen groß rauskommen. Sie macht sich auf die Suche nach der verschütteten Geschichte einer schönen, schwarzen Schauspielerin und Sängerin der 1930erjahre, die im Nachspann eines Filmes nur als »The Watermelon Woman« aufgeführt wird. Cheryl ist so fasziniert, dass sie eine Dokumentation über ihr Idol drehen möchte. Im Lauf ihrer Recherche findet sie einiges über das bis dahin unbekannte Privatleben der Schauspielerin heraus, die als Lesbe mit ihrer weißen Geliebten lebte.
Währenddessen verliebt sich Cheryl selbst in eine Weiße und ist darüber hinaus mit allen Schwierigkeiten des Überlebenskampfes sowohl der »Durchschnittslesbe« als auch der ambitionierten, aber ahnungslosen Jungfilmerin konfrontiert.
Der Film beglückt mit einer der aufregendsten lesbischen Sexszenen der letzten Jahre, die an höchster Stelle, im amerikanischen Kongress, für Aufregung sorgte.
»The Watermelon Woman« gewann als bester Spielfilm den Teddy-Award 1996 und war Publikumsliebling auf Filmfestivals in Turin und Los Angeles.
- Mittwoch, 28.03.2007, 20:30 Uhr
- Donnerstag, 29.03.2007, 20:30 Uhr
- Freitag, 30.03.2007, 20:30 Uhr
- Samstag, 31.03.2007, 20:30 Uhr