Programm 26. Oktober bis 1. November 2006
← Woche vom 19. bis 25. Oktober 2006
| Donnerstag, 26.10.2006, 10:30 Uhr | Elina |
| Donnerstag, 26.10.2006, 20:30 Uhr | Transamerica |
| Freitag, 27.10.2006, 16:00 Uhr | Elina |
| Freitag, 27.10.2006, 20:30 Uhr | Transamerica |
| Samstag, 28.10.2006, 20:30 Uhr | Transamerica |
| Dienstag, 31.10.2006, 20:30 Uhr | Aktionstag der kommunalen Kinos |
| Mittwoch, 01.11.2006, 20:30 Uhr | Hotel |
Woche vom 2. bis 8. November 2006 →
Ferienkino
Montag, 23. bis Freitag 27. Oktober 2006 vormittags für Horte
Donnerstag, 26. Oktober 2006, 10.30 Uhr und Freitag, 27. Oktober 2006, 16.00 Uhr öffentliche Vorführung
Elina
Schweden 2002, 85 min
Regie: Klaus Härö
Schweden, Anfang der 50er Jahre. Die neunjährige Elina gehört zur finnisch sprechenden Minderheit, die im Norden Schwedens lebt. Elinas Mutter verdient den Lebensunterhalt als Putzfrau in der Schule, ihr Vater starb kürzlich an Tuberkulose. Nachdem Elina selbst lange krank war, darf sie nun wieder zur Schule gehen. Dort trifft sie auf die strenge Oberlehrerin Holm, die wünscht, dass in ihrer Klasse ausschließlich Schwedisch gesprochen wird. Als Elina sich für ihren ebenfalls finnisch sprechenden Klassenkameraden Anton einsetzt, entbrennt ein erbitterter Machtkampf zwischen der strengen Oberlehrerin und dem trotzigen Mädchen. Außer Elina wagt es jedoch niemand Partei für Anton zu ergreifen. Die Auseinandersetzung der beiden erreicht ihren Höhepunkt, als Elina in die gefährlichen Sümpfe flieht …
Der Film begeistert durch seine hervorragenden Schauspieler, allen voran Natalie Minnevik als Elina, die trotz ihrer Zartheit Strenge und Unnachgiebigkeit verkörpert. Es sind aber auch die ruhigen Kamerafahrten über die Weiten der Moorlandschaft, die den Blick öffnen für Landstriche, die uns völlig fremd sind.
Auszeichnungen: Berliner Filmfestspiele 2003, Gläserner Bär (Preis der Kinderjury)
- Donnerstag, 26.10.2006, 10:30 Uhr
- Freitag, 27.10.2006, 16:00 Uhr
CineRosa
Transamerica
USA 2005, 103 min, OmU
Regie: Duncan Tucker
Stanley »Bree« Osbourne ist ein Mann, der gerne eine Frau wäre und deshalb in entsprechenden Fummeln herumläuft. Wenige Tage vor der alles entscheidenden Operation erhält er/sie einen Anruf, der sein/ihr Leben völlig durcheinanderbringt: Ein Junge namens Toby erklärt, dass er in New York in einem Gefängnis sitzt und sich an ihn wendet, weil er herausgefunden hat, dass er sein Vater ist. Völlig geschockt von dieser Nachricht findet Bree heraus, dass er/sie tatsächlich damals auf der High-School ein Mädchen geschwängert hat. Bree fährt kurzerhand nach New York, um Toby zu helfen. Dabei verheimlicht er aber seine wahre Identität und behauptet, stattdessen eine christliche Missionarin zu sein. Gemeinsam fahren die beiden in einer alten Klapperkiste zurück in den Westen und kommen sich dabei näher, bis Toby die wahre Identität seines Schutzengels herausfindet.
Wunderschönes, herzerwärmendes Roadmovie um eines der ungewöhnlichsten Vater-Sohn-Gespanne der Filmgeschichte. Witzig und dramatisch zugleich. Faszinierend: Felicity Huffmann. Star der TV-Serie »Desperate Housewives«. Sie spielt ihre Rolle so überzeugend, dass einem der Atem stockt … swr 3
- Mittwoch, 25.10.2006, 20:30 Uhr
- Donnerstag, 26.10.2006, 20:30 Uhr
- Freitag, 27.10.2006, 20:30 Uhr
- Samstag, 28.10.2006, 20:30 Uhr
Aktionstag der kommunalen Kinos
Der diesjährige Aktionstag steht unter dem Motto »Unzensiert« und beschäftigt sich mit der Geschichte der Filmzensur. Wir zeigen dazu in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband kommunale Filmarbeit und dem Münchener Filmmuseum den Klassiker »Anders als die andern«, der seit seiner Entstehung mit der Zensur kämpfen musste.
Anders als die andern
Deutschland 1919, 51, Stummfilm mit Musik
Regie: Richard Oswald, Buch: Richard Oswald, Magnus Hirschfeld
Im Jahr 1919 konnte der jüdische Filmpionier Richard Oswald den weithin als ersten »Schwulenfilm« beachteten Versuch unternehmen, im neuen Massenmedium auf die repressive Situation Homosexueller aufmerksam zu machen. Begünstigt wurde die Berliner Produktion durch eine kurze Phase der Liberalisierung des Paragraphen 175. Gleichwohl gab es Zensurauflagen und bereits im August 1920 ein Vorführverbot; der Film, dessen wissenschaftlicher Berater der Sexualforscher Magnus Hirschfeld war, durfte nur noch »in Lehranstalten und wissenschaftlichen Instituten« gezeigt werden. Heute existiert nur noch eine unvollständige Fassung.
Eingeführt wird der Film von Prof. Dr. Jens Thiele, Universität Oldenburg
- Dienstag, 31.10.2006, 20:30 Uhr
Junger österreichischer Film
Hotel
Österreich/Deutschland 2004, 83 min
Regie: Jessica Hausner
Abseits von der Großstadt liegt das Hotel in einer Oase der Einsamkeit, tief verborgen im finsteren Wald. Bewahrt vor jeglicher Zivilisation findet man hier die magische Atmosphäre einer so fantastischen wie rätselhaften Ruhe. Als Irene im Waldhotel ihre neue Stelle als Rezeptionistin antritt, ist auch sie fasziniert von der Abgeschiedenheit. Doch bald stellt sie fest, daß ihre Vorgängerin auf mysteriöse Weise verschwunden ist, und Irene beginnt, der großen Stille zu misstrauen. Die labyrinthischen Hotelflure und verwaisten Passagen führen ins Nichts, die verschwiegene Belegschaft scheint ebenso feindselig wie desinteressiert. Schleichend verwebt sich ihr eigenes Schicksal mit dem ihrer Vorgängerin, und Irene folgt den Fährten, die sie immer tiefer in den Wald führen. Bald sieht sie sich von einer geheimnisvollen Gefahr bedroht, der sie verzweifelt zu entrinnen versucht.
»Mit stilistischer Meisterschaft gelang Jessica Hausner eine eigene, extrem spannungsreiche Form des Mystery-Films zwischen Hitchcocks Suspense-Thrillern und Stanley Kubricks ›Shining‹. So präzise die unbekannte Gefahr inszeniert ist, so konsequent ist der Film, die Erwartungen des Zuschauers immer wieder spielerisch zu unterlaufen. ›Hotel‹ wurde auf der Diagonale 2005 als Bester Film ausgezeichnet.« (Neue Visionen)- Mittwoch, 01.11.2006, 20:30 Uhr
- Donnerstag, 02.11.2006, 20:30 Uhr
- Freitag, 03.11.2006, 20:30 Uhr
- Samstag, 04.11.2006, 20:30 Uhr