Programm 2. bis 8. Februar 2012
← Woche vom 26. Januar bis 1. Februar 2012
| Donnerstag, 02.02.2012, 18:00 Uhr | Ein Sommer in Haifa |
| Donnerstag, 02.02.2012, 20:15 Uhr | Perfect Sense |
| Freitag, 03.02.2012, 18:00 Uhr | Ein Sommer in Haifa |
| Freitag, 03.02.2012, 20:15 Uhr | Perfect Sense |
| Samstag, 04.02.2012, 18:00 Uhr | Ein Sommer in Haifa |
| Samstag, 04.02.2012, 20:15 Uhr | Perfect Sense |
| Montag, 06.02.2012, 18:00 Uhr | Perfect Sense |
| Montag, 06.02.2012, 20:00 Uhr | Moolaadé – Bann der Hoffnung |
| Dienstag, 07.02.2012, 18:00 Uhr | Perfect Sense |
| Dienstag, 07.02.2012, 20:15 Uhr | Beauty |
| Mittwoch, 08.02.2012, 18:00 Uhr | Perfect Sense |
Woche vom 9. bis 15. Februar 2012 →
Mediterrane Horizonte / Oldenburger Erstaufführung
Ein Sommer in Haifa
Israel 2010, 118 min
Regie: Avi Nesher
Die israelische Hafenstadt Haifa im Sommer 1968. Teenager Arik nimmt einen Ferienjob an. Er arbeitet für Yankele Braid, einen Ehevermittler. Yankele, ein mysteriöser Holocaust-Überlebender, hat sein Büro im Hinterzimmer eines Filmtheaters, das nur Liebesfilme zeigt. Das Kino wird von einer rumänischen Familie von Kleinwüchsigen betrieben und liegt in der schäbigen Gegend am Hafen.
Arik lernt durch Yankele eine neue Welt kennen, die auf die Ruinen einer alten gebaut ist. Durch seine Arbeit lernt er die Geheimnisse des menschlichen Herzens und die Widersprüchlichkeiten der Liebe kennen. Ariks Job besteht darin, potentielle Ehepartner von Yankeles Kundschaft auf etwaige dunkle Geheimnisse zu untersuchen, er ist ein Detektiv in Sachen perfekter Verbindung zwischen zwei Menschen. Arik erlebt einen Sommer, der ihn für immer verändern wird.
Avi Neshers anrührender Film spielt zwischen den Polen des Nachkriegstraumas und der kulturellen und sexuellen Revolution der 1960er Jahre und kreiert so ein perfektes Klima für Entdeckungen aller Art.
»›Ein Sommer in Haifa‹ ist ein magischer, herzerwärmender und zutiefst menschlicher Film.« Bildkraft
»›Ein Sommer in Haifa‹ ist ein durch und durch bewegender Film mit viel Herz. Er zeigt in erster Linie wie sich kriegstraumatisierte Menschen auf den Trümmern ihrer Vergangenheit eine neue Welt und ein neues Leben aufzubauen versuchen und vor welche Hindernisse sie dabei gestellt werden. Gleichzeitig ist ›Ein Sommer in Haifa‹ aber auch ein Film über die zahlreichen Facetten der Liebe. Der freien Liebe. Der wahren Liebe. Der ewigen Liebe. Und der Liebe zum Leben.« NZZ
- Trailer:
- Donnerstag, 02.02.2012, 18:00 Uhr
- Freitag, 03.02.2012, 18:00 Uhr
- Samstag, 04.02.2012, 18:00 Uhr
- Donnerstag, 09.02.2012, 18:00 Uhr → Kartenreservierung
- Freitag, 10.02.2012, 18:00 Uhr → Kartenreservierung
- Samstag, 11.02.2012, 18:00 Uhr → Kartenreservierung
- Montag, 13.02.2012, 17:30 Uhr → Kartenreservierung
- Dienstag, 14.02.2012, 18:00 Uhr → Kartenreservierung
- Mittwoch, 15.02.2012, 18:00 Uhr → Kartenreservierung
Europäische Entdeckungen / Oldenburger Erstaufführung
Perfect Sense
Großbritannien/Deutschland 2011, 92 min
Regie: David Mackenzie
Die Menschen verlieren ihre Sinne. Zuerst sind es nur wenige Patienten, die in den Kliniken landen, weil ihnen der Geruchssinn abhanden gekommen ist. Allerdings lassen sich weder Viren noch Bakterien oder Umweltgifte im Blut der Patienten finden. Die Wissenschaft steht vor einem Rätsel. Man beschließt abzuwarten und hofft, dass das seltsame Phänomen wieder verschwindet. Als jedoch alle Menschen weltweit nicht mehr riechen können, verschwindet der nächste Sinn: Der Geschmack. Nun ist die Welt alarmiert, und als schließlich der erste Patient auch noch sein Gehör verliert, bricht Panik aus.
Inmitten dieser Katastrophe verlieben sich der junge Koch Michael (Ewan McGregor) und die Epidemiologin Susan (Eva Green). Sie beginnen in diesen finsteren Zeiten eine Liebesbeziehung, in der sie ihr Glück finden. Irgendwie geht es immer weiter, die Menschen verständigen sich nun eben durch Gebärdensprache. Doch die düsteren Schatten der Apokalypse lassen sich kaum ignorieren. Schnell bereiten sich die Menschen auch noch darauf vor zu erblinden. Sieht so das der Menschheit Ende aus? Taub? Blind? Absolut hilflos?
»Ist die Anpassungsfähigkeit des Menschen heroisch oder zeugt sie nur von stumpfsinniger Verdrängung? In diesem Spannungsfeld bewegt sich David Mackenzies Film, der ein fantastisches Drehbuch zu einem künftigen Klassiker der Filmgeschichte verdichtet hat.« epd Film
»Beängstigend, tief traurig und gleichzeitig voller Hoffnung und zerbrechlicher Schönheit. Ein cineastischer Leckerbissen.« Kino Kino
»Dieser Film ist ein Glücksfall.« Titel Thesen Temperamente
»Ein seltenes Glück, einen Endzeitfilm zu sehen, der das Hohelied von Liebe und Menschlichkeit singt.« Süddeutsche Zeitung
- Trailer:
- Donnerstag, 02.02.2012, 20:15 Uhr
- Freitag, 03.02.2012, 20:15 Uhr
- Samstag, 04.02.2012, 20:15 Uhr
- Montag, 06.02.2012, 18:00 Uhr → Kartenreservierung
- Dienstag, 07.02.2012, 18:00 Uhr → Kartenreservierung
- Mittwoch, 08.02.2012, 18:00 Uhr → Kartenreservierung
- Donnerstag, 09.02.2012, 20:15 Uhr → Kartenreservierung
- Freitag, 10.02.2012, 20:15 Uhr → Kartenreservierung
- Samstag, 11.02.2012, 20:15 Uhr → Kartenreservierung
- Dienstag, 14.02.2012, 20:15 Uhr → Kartenreservierung
- Mittwoch, 15.02.2012, 20:15 Uhr → Kartenreservierung
Afrika auf der Leinwand / Kino in Bewegung
Moolaadé – Bann der Hoffnung
Senegal 2004, 120 min
Regie: Ousmane Sembène
Vier Mädchen, die sich weigern sich beschneiden zu lassen, suchen Schutz bei der willensstarken jungen Collé, die ihre eigene Tochter vor der Beschneidung bewahrt hat.
Als die Bewohner des Dorfes und ihre Verwandten Collé von den Mädchen trennen wollen, beruft sie sich auf den magischen Brauch »Moolaadé«, der einen unantastbaren Schutzraum bietet, ein Vakuum der Unabhängigkeit, das durch keinerlei menschliche Gewalt erschüttert werden kann. Doch als auch die Heirat ihrer Tochter durch ihre konsequente Haltung gefährdet wird, steht Collé vor einer neuen Herausforderung.
»Der Film ist eine großartig in Szene gesetzte Parabel über die Tradition der Beschneidung junger Mädchen in Afrika sowie den mutigen Kampf einer jungen Frau gegen die aktuelle Praxis dieses Rituals. Der Altmeister des afrikanischen Kinos, Ousmane Sembène, erzählt in faszinierend lebendiger Optik ein ergreifendes und berührendes afrikanisches Drama im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne.« Neue Visionen
»In ›Moolaadé‹ kämpft der legendäre Vorkämpfer des afrikanischen Kinos Ousmane Sembène, gegen das Ritual der Beschneidung von vorpubertären Mädchen, gegen die Unterdrückung der Frau in der patriarchalischen Gesellschaft Afrikas. Obwohl: Ousmane Sembène würde wahrscheinlich sagen: Er kämpft nicht gegen, er kämpft für etwas. Für Mut. Für gemeinsamen Widerstand. Für Freiheit. So einfach, so klar. Archaische Bilder. Und ein Film von ungeheurer Wucht. Unbedingt in seiner Botschaft, differenziert in den einzelnen Charakteren.« Tagesspiegel
»Sembène genügt eine einzige Montage, um den Bruch zwischen Tradition und Moderne in seinen Filmen zu überbrücken. ›Kino ist Mathematik‹, erklärt Sembène auf meine Frage hin. Dieses Bild ist nicht von der Hand zu weisen. Wie beim Lösen einer komplizierten mathematischen Gleichung, die am Ende auf wundersame Weise aufgeht, verspürt man auch nach einem Sembène-Film ein unbeschreibliches Gefühl der Euphorie.« taz
- Trailer:
In Zusammenarbeit mit Terres de Femmes, Städtegruppe Oldenburg
- Montag, 06.02.2012, 20:00 Uhr → Kartenreservierung
RollenWechsel / Oldenburger Erstaufführung / Oldenburger Erstaufführung
Beauty
Südafrika/Frankreich 2011, 105 min
Regie: Oliver Hermanus
François van Heerden lebt im südafrikanischen Bloemfontein und ist weißer, Afrikaans-sprechender Familienvater Mitte 40. Das Gespür für das eigene Glück ist im Laufe der Jahre irgendwann, irgendwo auf der Strecke geblieben.
François hat sich, innerlich leer, in seinem so sterilen wie berechenbaren Leben derart häuslich eingerichtet, dass ihn eine zufällige, aber umso schicksalhaftere Begegnung völlig aus der Bahn zu werfen droht. Oder hält das Schicksal vielleicht doch noch François' ganz persönliches Glück für ihn bereit?
Gewinner des Queer Palm Award – Bester Spielfilm – 64. Cannes Filmfest
»Bester Südafrikanischer Film« beim Durban International Filmfestival
offizieller Beitrag Südafrikas in der Kategorie »Bester fremdsprachiger Film« bei der letzten Oscarvergabe
- Trailer:
- Dienstag, 07.02.2012, 20:15 Uhr → Kartenreservierung